SO.erlebt

Magazin

Rückblicke auf Vorträge,
Trainings und Workshops.

Momente, die ich erlebt und weitergegeben habe, im Blogformat festgehalten. Diese Seite wächst mit jeder Veranstaltung weiter.

Wie mich die Wüste verändert hat

Mein Leben in Ägypten · ein persönlicher Abend mit Sabine Otter

Einladungsflyer: Wie mich die Wüste verändert hat, ein Abend mit Sabine Otter im Café Namsa Innsbruck, 16. Juli 2026

Die Einladung zum Abend im Café Namsa, 16. Juli 2026.

Stell dir vor: Du sitzt auf einem Kamel, mitten in der Wüste des Südsinai. Alle anderen aus der Gruppe sind längst am Rastplatz angekommen. Nur du nicht, denn das Tier unter dir bewegt sich einfach nicht vom Fleck. Genau so ist es mir bei meiner allerersten Wüstenreise ergangen, bis mir ein Beduine erklärt hat: Kamele spüren, ob wir im Reinen mit uns selbst sind. Und wenn nicht, dann nehmen sie sich die Zeit, die wir brauchen. Genau von dieser Reise habe ich im Café Namsa in Innsbruck erzählt.

An diesem Abend habe ich von meiner Zeit in Dahab erzählt: von drei Monaten, die zu neun wurden, von den Unterschieden zwischen den Kulturen und davon, wie es sich anfühlt, als Frau in ein Land zu gehen, das so ganz anders tickt, als wir es von Österreich aus gewohnt sind. Dahab ist nicht Ägypten, Dahab ist Dahab: ein bunter Ort, an dem Menschen aus aller Welt zusammenkommen, aber auch ursprüngliches Beduinenland, wo es ganz normal ist, dass gegenüber ein Kamel steht und bei offener Gartentür auch mal Ziegen von der Hauptstraße hereinspazieren. Am meisten zu denken gegeben hat mir das Vorausplanen: Während wir hier schon Konzerttickets fürs nächste Jahr kaufen, lebt man dort im Hier und Jetzt. Und auf die Nachricht, dass ich nach neunzehn Jahren meinen Job gekündigt habe, folgt in Ägypten ein Glückwunsch, bei uns zuerst die Frage: Wie finanzierst du dich? Was macht uns eigentlich aus, wenn nicht der Beruf?

Allein kommt man nicht weit. Aber in der Gemeinschaft trägt man sich gegenseitig.

Wer nun selbst Lust auf seine ganz persönliche Wüstenerfahrung bekommen hat, kann direkt auf meiner Wüstenweite-Seite mehr darüber erfahren.

Ein Dank ging an diesem Abend an das Café Namsa, an Simone und ihr Team: Das Café gibt Menschen mit positivem Asylbescheid die Möglichkeit, ihre erste Berufserfahrung in Österreich zu sammeln. Der zweite Dank ging an alle, die eine freiwillige Spende für Dahab Cats dagelassen haben, eine gemeinnützige Organisation, die sich um die Straßenkatzen in Dahab kümmert. Insgesamt kamen 215 € zusammen. Die Reaktion kam kurz danach, als Sprachnachricht von Gillian Nutt von Dahab Cats, auf Englisch:

„Oh my dear Sabine, I'm gonna cry. Oh, that's amazing. Thank you, thank you so much. Really, Sabine, you can't imagine how much this is gonna help. You know what I'm gonna do now. I'm gonna buy vaccinations and I'm gonna be able to vaccinate all my kittens. Sabine, thank you, thank you so much. I really appreciate it.“

Gillian Nutt, Dahab Cats

Diplomierte Trainerin: meine Ausbildung am WIFI

20 Jahre Bauwirtschaft. Neun Monate Leben in einem Beduinenviertel in Ägypten. Und seit Juni: diplomierte Trainerin.

Das liest sich, als wären es drei verschiedene Frauen. Ist aber eine. In eine Schublade kannst du mich nicht stecken. Ich habe viele Gesichter, und noch weit mehr, als ich bisher gezeigt habe.

Das neueste kommt vom WIFI Tirol. Von August 2025 bis Juni 2026 habe ich dort die Ausbildung zur Trainerin in der Erwachsenenbildung gemacht. Moderne Methodik und Didaktik, Gruppendynamiken, Trainingstransfer und einiges mehr.

Verbindung und Begeisterung bringen Menschen dazu, das Gelernte am Ende auch anzuwenden.

Was macht für mich ein gutes Training aus? Ich möchte, dass Menschen begeistert sind. Dass sie Wissen anhand von Geschichten und Erfahrungen mitnehmen, ohne etwas bewusst lernen zu müssen. Ich habe selbst sehr viele Trainings und Weiterbildungen besucht. Die Trainer:innen haben den Rahmen vorgegeben. Geblieben sind mir die Menschen und ihre Geschichten darin.

Trainings erlebbar machen: Im Seminarraum war es einmal zu heiß, also haben wir unsere Ausbildung kurzerhand in den WIFI Garten verlegt und unsere Füße mit Wasser aus einer Flasche gekühlt. Manchmal braucht es einen anderen Ort und einen anderen Blick. Perspektivenwechsel eben.

Danke an meine Ausbildungsgruppe, an das WIFI Tirol und an alle Trainer:innen, die diese Ausbildung mitgestaltet haben. Ein besonderer Dank geht an Martin Brandacher, René Mühlbacher und Wolfgang Sparer, die mir gezeigt haben, wie unterschiedlich man als Trainerin die eigene Handschrift leben kann. Daraus ist ein großes Netzwerk entstanden. Und 2027 stehe ich als Trainerin im Unternehmertraining am WIFI Tirol vorne.

Weitere Rückblicke, zum Beispiel vom Zyklusworkshop in Navis oder künftigen Vorträgen, folgen hier nach der jeweiligen Veranstaltung.